Er wird nie direkt! Passiv-aggressives Verhalten in der Beziehung

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Menschen, die Frustrationen und Ärger nicht artikulieren, sondern durch Handlungen, Unterlassungen oder Gesten mittelbar zum Ausdruck bringen, verhalten sich häufig passiv-aggressiv. Es sind vor allem Männer, die in der Paarkommunikation auf diese Weise einer echten Auseinandersetzung mit der Partnerin aus dem Weg gehen.

Für dich als beteiligte Frau ist es nicht einfach, damit umzugehen. Solltest du Verhaltensweisen wie diese bei deinem Partner erkennen, dann lass dich nicht verunsichern und denke auch nicht sofort an Trennung. Es gibt Möglichkeiten, wie du angemessen auf passive Aggressivität reagieren kannst.

Passiv aggressive Partnerin

Meister des Indirekten – Wortlos oder kein Wort zu viel!

Psychologen sprechen im Kontext von Konfliktvermeidungsverhalten auch von einer negativistischen Haltung, die sich (im Extremfall) zu einer ausgeprägten Neurose  entwickeln kann. Betroffene verbergen negative Gefühle nach außen, obwohl diese in ihrem Inneren in hohem Maße aufgestaut sind und nicht selten zu einer heftigen negativen, inneren Einstellung in bestimmten Situationen führen.

Der konfliktscheue Teil eines Paares ist in aller Regel trotz des äußeren Anscheins nicht emotionslos, sondern innerlich erfüllt von negativen Emotionen, die sich aber nicht deutlich nach außen entladen.

Da werden dir gegenüber lange geplante Verabredungen oder gemeinsame Aktivitäten in der Partnerschaft mit einer kurzen SMS „Habe gerade keine Zeit“ oder einem einsilbigen Kommentar kurzfristig abgesagt. Dinge, die deinen indirekten Partner stören, werden nicht offen angesprochen, sondern mit schweigendem Rückzug und zynischen Bemerkungen quittiert. Du weißt als Partnerin nicht, was du falsch gemacht hast und woran du bist.

Die Negativität deines Partners spürst du sehr wohl, ohne sie wirklich greifen zu können, denn dieser Mann vermeidet die klare Konfrontation mit dir.

Die Kritik ohne Worte als subtile Manipulation

Wenn dich dein Liebster permanent nur indirekt kritisiert, zielt er bewusst oder unbewusst auf eine Manipulation deiner Handlungen ab. Sein Verhalten ist von einer realistischen Lösungsorientierung weit entfernt und primär darauf ausgerichtet, dir ein schlechtes Gewissen zu machen.

Du sollst von allein darüber nachdenken, was deinen Partner stört oder welche Fehler du gemacht haben könntest. Idealerweise sollst du dich ohne weitere Diskussion seinen Wünschen anpassen und sich ändern. Es ist wenig verwunderlich, dass derartig manipulative Mechanismen deiner Beziehung auf Dauer sehr schaden.

Daneben entstehen aus dem „eisigen Schweigen“ schwere Kommunikationsstörungen zwischen dir und deinem Freund. Verunsicherung und andere negative Gefühle kommen schnell auf beiden Seiten zum Tragen. Es bleibt nicht ohne Folgen für eure Liebe, wenn du jetzt nicht aktiv gegensteuerst.

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Unsicherheit als treibendes Motiv

Wenn du den herausfordernden Aspekten eines passiv-aggressiven Partners begegnen möchtest, solltest du zuerst seine Motivation verstehen. Negativistische Persönlichkeiten sind zutiefst selbstunsichere Menschen. Sie fürchten, in der offenen Auseinandersetzung unterlegen zu sein und haben Angst vor Abhängigkeiten sowie übergroßer Nähe.

Für sie stellt ihre Vermeidungsstrategie eine sinnvolle Lösung im Umgang mit Wut, Aggressivität und Ärger dar, die sie sich bereits in ihrer Kindheit angeeignet haben. Das kann zum Beispiel darin begründet sein, dass sie als Kinder negative Emotionen nicht offen zeigen dürften, weil dies von ihren Eltern nicht gern gesehen und untersagt wurde. In manchen Familien gilt es als unangemessen, seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen: „Das gehört sich nicht und darüber spricht man nicht“ ist das einzige, was in diesen familiären Umfeldern zum Thema Konfliktfähigkeit vermittelt wird. Vielfach war dabei auch die Atmosphäre in der Herkunftsfamilie schon durch eine indirekte Aggressivität geprägt.

In der Konsequenz lernen Kinder nicht, wie sie mit überwältigendem Ärger oder Frustration umgehen sollen. Sie haben sich deshalb ein eigenes Muster entwickelt, um belastenden Konfliktsituationen aus dem Weg zu gehen. Dabei sind passiv-aggressive Menschen nicht unsensibel. Ganz im Gegenteil: viele von ihnen haben ein sehr empfindsames Gemüt, das sie Konflikte überdeutlich spüren lässt.

Sie wünschen sich nichts mehr als ein harmonisches Miteinander. Auch deshalb scheuen sie Machtkämpfe und offene Auseinandersetzungen mit der Partnerin. Wahrscheinlich schätzt du gerade die liebevollen Seiten und weiteren positiven Eigenschaften an deinem konfliktscheuen Liebsten.

Passiv aggressiver Partner

Passiver Aggressivität geschickt begegnen

Hast du die Beweggründe, für die nicht entwickelte Konfliktfähigkeit deines Partners verstanden, erkennst du auch, dass er zunächst gar nicht anders kann, als möglichen Auseinandersetzungen so zu begegnen, wie er es tut. Er hat diesen Lösungsweg für sich langfristig entwickelt. Alternativen stehen ihm nicht von heute auf morgen zur Verfügung. Er muss sie erfahren sowie erlernen. Das geht nur aus eigenem Antrieb heraus.

Es bringt daher nichts, wenn du ihn deinerseits direkt angreifst oder von ihm ultimative Veränderungen verlangst. Manchmal ist es besser, in der Liebe umsichtig und strategisch vorzugehen. Hier werden dir einige mögliche Lösungsansätze vorgestellt:

  1. Versuche es mit Humor

    Ist es nicht ein schöner Liebesbeweis, wenn du angesichts einer zynischen Bemerkung oder schweigenden Kritik die Spannung durch einen selbstironischen Spruch auflöst, ohne dein Gegenüber abzuwerten? Dabei ist es außerdem von Bedeutung, dich in dein Gegenüber hinein zu versetzen.

    Beispiel:

    Er: „Boar, das geht schon wieder nicht. Hier geht sowieso nie was…“

    Du (angenehm freundlich, leicht lächelnd): „Schatz, wir wissen jetzt, was nicht geht. Dann sag mir doch mal bitte, was funktionieren soll und wir schauen, was wir tun können.“

    Ihm bereitet bereits die Aussicht auf einen offenen Streit höchstes Unbehagen, das er unter allen Umständen zu vermeiden sucht. Humor ist ein harmonisierender Faktor und verbindet euch als Paar über viele individuelle Unterschiede hinweg. Wer weiß, wenn du hier den richtigen Ton triffst, regt das deinen Liebsten vielleicht auch einmal zum Nachdenken an.

  2. Höre ihm zu

    Wenn er dir gegenüber in dieser indirekten Form angriffslustig ist, wünscht er sich unter anderem auch deine Aufmerksamkeit. Er möchte verstanden und beachtet werden. Es kann also sehr hilfreich sein, wenn du ihm bei aufkommenden Konfliktsituationen besonders achtsam begegnest. Dabei bieten sich spezielle Kommunikationsformen an, die dein Verständnis für ihn deutlich machen.

    Hier ist zum Beispiel an ein spiegelndes Antworten zu denken, das noch einmal zusammenfasst, was du bei deinem Partner als Grund für seine Unzufriedenheit vermutest. Du überwindest mit einer solchen Technik nicht nur das belastende Schweigen zwischen euch, sondern befriedigst auch sein Bedürfnis, einen Machtkampf mit dir zu vermeiden.

    Sprich bestimmte Dinge offen, aber in Form einer Frage an: „Wenn ich dich richtig verstehe, gefällt dir die neue Tischdekoration nicht?“ Möglicherweise gelingt es dir auf diese Weise sogar, mit diesem indirekten Menschentyp ins Gespräch zu kommen.

  3. Sei ihm ein Vorbild, wenn es um Kommunikation geht

    Du kannst selbst einiges dafür tun, deinem Freund oder Gefährten seine Ängste vor offen ausgetragenen Konfrontationen in der Beziehung zu nehmen. Versuche in diesem Zusammenhang, dir selbst eine kluge Streitkultur und eine damit verbundene liebevoll-klärende Kommunikation anzugewöhnen.

    Ein wichtiger Aspekt dabei ist, deinerseits Kritik nicht in Form einer Du-Botschaft zu äußern, sondern deine Gefühle im Zusammenhang mit bestimmten Verhaltensweisen klar, aber nicht aggressiv zu artikulieren.

    Sage also nicht „Nie drehst du die Zahnpastatube zu“, sondern „Ich fühle mich nicht gut damit, wenn du die Zahnpastatube nicht zudrehst. Das vermittelt mir den Eindruck, dass ich hinter dir sauber machen muss, und es ist mir auch aus hygienischen Gründen unangenehm„.

    Vermeide in der Kommunikation außerdem, dass er sich noch mehr als ohnehin schon unter Druck gesetzt fühlt. Lass ihm bei streitigen Angelegenheiten Handlungsalternativen:

    Wir können meine Mutter dieses Wochenende besuchen. Es ist aber nicht schlimm, wenn du im Augenblick keine Lust dazu hast. Dann verschieben wir die Fahrt auf eines der nächsten Wochenenden oder ich fahre dieses Wochenende allein„.

  4. Das Paar in den Mittelpunkt stellen und die Perspektive ändern

    Vermittle ihm nicht das Gefühl, dass es bei Streitpunkten darum geht, wer von euch beiden Recht hat. Lass ihn vielmehr spüren, dass ihr ein Paar seid und es darum geht, eine gemeinsame Lösung für ein Problem oder einen Kompromiss in einer Auseinandersetzung zu finden.

    Leite einen Perspektivwechsel ein, indem du aus dem Streit aussteigst und eine dieser Fragen stellst: „Wie kann es denn für uns gemeinsam gehen? Wo liegt die gemeinsame Lösung für uns?

    Frage ihn und ziehe ihn in einen sachlich-verbalen Austausch mit dir. Wer Schwierigkeiten mit dem Ausdruck von negativen Emotionen hat, fühlt sich regelmäßig in einer sachlichen Diskussion wohler und traut sich hier ein Mitwirken auch eher zu.

  5. Lass dein Herz sprechen

    Solltest du selbst spüren, dass dich eine Bemerkung besonders gekränkt hast, solltest du dich nicht darauf konzentrieren, ihn deinerseits zu verletzen. Du kannst offen äußern, dass du verletzt bist und dich für einen Augenblick zurückziehen.

    Begegnest du ihm dann erneut, gib dem Ausdruck von Liebe Raum, betone die Gemeinsamkeit zwischen euch und komme auch hier darauf zurück, eine gemeinsame Lösung für euch beide zu finden.

Wir wünschen dir viel Erfolg bei der Anwendung dieser Vorschläge und dass du selbst eigene Strategien im Umgang mit passiver Aggressivität findest.

Er wird nie direkt! Passiv-aggressives Verhalten in der Beziehung
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