Herzmensch und Kopfmensch – ein wunderbares Paar

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Vielleicht kennst du das: Dein Partner und du schaut gemeinsam einen Film. Du warst dran, ihn auszusuchen und ihr entscheidet euch für eine Komödie. Während sich der Protagonist und sein Schwarm näherkommen, versinkst du mit einem Tee in der Hand in der Couch und „findest das einfach nur schön“. Dein Schatz hingegen schaut sich das an und du merkst, ohne ihn anzuschauen, dass ihm etwas durch den Kopf geht.

Keine zwei Sekunden später kommentiert er etwas grummelig: „Echt jetzt? Erst kommen die nicht miteinander klar und jetzt sind die auf einmal zusammen? Völlig realitätsfern!“. Natürlich könntest du jetzt auf ihn einreden und argumentieren, dass sie sich „eben liebhaben“ und „dass am Anfang alles schwierig war“.

Doch du weißt, dein Partner ist eher der rationale Typ. Eben ein Kopfmensch. Du hingegen nimmst Situationen vielleicht ein wenig anders wahr – mehr mit dem Herzen und dem Bauchgefühl.

Vielleicht ist es auch komplett umgekehrt und dein Partner ist eher der fühlende Part, während du rationaler reagierst und Themen durchdenkst.

In jedem Fall bildet ein Paar aus einem Herzmenschen und einem Kopfmenschen ein wunderbares Duett. Lass uns gemeinsam vier Gründe betrachten, weshalb das so ist.

Verliebtes & ungleiches Paar

Herzmensch vs Kopfmensch – 4 Gründe, wieso sie gut zueinander passen

  1. Ein Kopfmensch zählt auf Fakten. Ein Herzmensch nimmt Emotionen wahr.

Wenn eine Beziehung beginnt, wird ein Denker alle harten Fakten über seinen Partner aufnehmen, wie z. B.

  • den sozialen Status,
  • den finanziellen Hintergrund,
  • die Fähigkeit, der Beziehung freie Zeit zu widmen etc.

Eine weitere Überlegung des Denkers ist, ob zu diesem Zeitpunkt tatsächlich eine Notwendigkeit für eine Beziehung in seinem Leben besteht. Im Gegensatz zum Herzmensch klingt das pragmatisch.

Auf der anderen Seite wird ein Fühler nur bewerten, wie er oder sie über die andere Person denkt bzw. wie er sich in ihrer Nähe fühlt. Selbst wenn alles Objektive gegen die Beziehung spricht, wird ein Fühler nicht zulassen, dass solche Überlegungen der Liebe im Weg stehen.

Wir gehen vermutlich fast alle Beziehungen aufgrund unserer Gefühle zum anderen ein.

Das Wundervolle an diesen Einstellungen ist, dass ihr gemeinsam alle wichtigen Punkte aneinander finden könnt. Das ist die Basis, um miteinander wachsen zu können.

  1. Denker benötigen klares Feedback. Der Herzmensch fühlt, wenn etwas stimmt oder nicht.

Eventuell kennst du das auch: Dein Partner steht vor dir und du merkst sofort, dass etwas nicht stimmt.

Ein Herzmensch achtet hierbei auf kleinste Details

  • in der Mimik,
  • der Körpersprache,
  • aber auch in der Betonung der Worte des anderen.

Selbst wenn es keinen klaren Anreiz gibt, kann ein Herzmensch „diese undefinierte Spannung“ spüren. Egal wie klein sie ist.

Ein Denker braucht einen harten Beweis dafür, dass irgendwer sauer wird. Ohne klares Feedback ist es für sie schwieriger, zu bemerken, ob jemand verstimmt ist oder nicht. Diese eindeutigen Anzeichen können zum Beispiel auch ein Streit sein (das ist die offensichtlichste Rückmeldung).

Doch auch positiven Aspekten stehen Herzmenschen und Kopfmenschen völlig konträr gegenüber.

Werden sie angeflirtet, reagieren Fühler wesentlich schneller:

  1. Entweder, indem sie verschämt wegschauen, lächeln oder,
  2. wenn der Partner angeflirtet wird, auch mal eifersüchtig.

Denker betrachten dies meist rationaler und merken manchmal gar nicht, was um sie herum geschieht.

Das wirklich Großartige, wenn du zum Beispiel der Fühler in der Beziehung bist und dein Schatz der Denker, dass er dich etwas runterbringen kann, wenn du auf jemanden sauer bist. Denker analysieren Situationen mit ihrem Mitmenschen rationaler. Dadurch können sie Gefühlsmenschen gut spiegeln, wann sie sich vielleicht einmal zu sehr in etwas hineinsteigern.

Im Gegenzug helfen Herzmenschen ihren rationalen Partnern, andere Personen besser zu verstehen.

  1. Konflikte sind für Denker natürlich. Für Herzmenschen sind es Katastrophen.

Ein Denker ist der erste, der zugibt, dass es ein Problem gibt, das gelöst werden muss. Aus einem Fühler platzen hingegen eher Emotionen heraus. Nicht selten haben sie Angst, Konfliktthemen anzusprechen und werden leiden, bis wieder Harmonie zwischen den beiden Parteien besteht. Oder aber, sie eskalieren emotional und hoffen, dass der andere versteht, worum es eigentlich geht.

Für Fühler steht im Moment eines Streits eher das Gefühl und das zugrunde liegende Problem im Mittelpunkt. Für den Denker sind es die Argumente und Lösungen.

Ab und an kommt es deshalb vor, dass beide aneinander vorbeireden.

Während sich Denker auch schnell wieder abregen, benötigen Herzmenschen häufig etwas Zeit, um sich zu akklimatisieren. Vielleicht kennst du das auch oder hast einen solchen Konflikt schon einmal erlebt?

Wenn ihr beiden durch einen unglücklichen Umstand streitet und du vielleicht sauer bist, weil er den Konflikt ganz anders bewertet als du, kann euch ein Gedanke helfen: Frage ihn, worin er das aktuelle Problem wirklich sieht und höre ihm aktiv zu.

Vielleicht ist es so, dass ihr dasselbe Thema habt und nur anders darauf reagiert?

Ein Kopfmensch

  1. Der Denker braucht Lösungen. Der Herzmensch braucht Liebe.

Stelle dir bitte eine kleine Situation vor: Du (Herzmensch) bist seit einiger Zeit in deinem neuen Job. Die Arbeit macht dir Spaß und erfüllt dich. Aber dein Chef ist sehr kalt, sieht deine Zusatzleistungen als selbstverständlich an, lobt dich nicht und verbreitet eine kalte Stimmung. Du merkst das bereits seit einigen Wochen und sprichst mit deinem Partner (Kopfmensch) darüber.

Er sagt etwas wie: „Dann probiere doch mal, ihm zu verdeutlichen, was du alles machst!“ oder „Dann machst du halt nur noch Dienst nach Vorschrift!

Aber du merkst: Das ist es einfach nicht und auf Dauer magst du deinen Job auf diese Weise auch nicht mehr ausüben. Doch wieso versucht dein Schatz dieses Problem trocken und rational zu lösen, anstatt dir einfach zuzuhören und dich in den Arm zu nehmen?

Bei Denkern geht es um Lösungen. Eigentlich ist es das gleiche Prinzip wie bei den Konflikten: Ein Kopfmensch sieht Problemstellungen als natürlich und gegeben an. Diese muss er lösen und mehr auch nicht.

Doch als Herzmensch ist es dir wichtig, Nähe und Anerkennung zu erfahren. Obwohl ihr beiden eigentlich seelenverwandt seid, stockt an dieser Stelle ab und an die Kommunikation in eurer Beziehung.

Der Herzmensch kann vielleicht nur schwer verstehen, dass der Partner in dem Moment, in dem eine Herausforderung auftaucht, seine Position nicht verlassen kann. Das Problem muss aus der Welt. Bemerkst du also, dass du Nähe brauchst und einfach nur Zuneigung, dann sag das deinem Partner.

Vielleicht braucht er eine Weile, es zu verstehen. Doch wahrscheinlich wird er dir die Nähe geben, die du brauchst.

Für alle Kopfmenschen: Spricht euch eurer Partner (vielleicht ein besonders emotionaler Typ) auf ein Problem an, geht es häufig um die Erfüllung von Grundbedürfnissen wie „Unterstützung“ und „Liebe“. Zeige deinem Partner, dass du für ihn da bist, indem du wirklich nur „da“ bist.

Frage auch einfach nach: „Magst du darüber reden und wir finden eine Lösung oder möchtest du, dass ich dich einfach festhalte?

Allein mit dieser Frage zeigst du bereits, dass du die Bedürfnisse deines Partners ernst nimmst.

Ein Herz-Mensch

Emotional und rational – Passt das?

Wir denken, das passt. Wenn ihr euch aufeinander und eure Besonderheiten einlasst, könnt ihr die perfekte Beziehung führen. Der Schlüssel liegt im Zuhören und Hinsehen. Sprecht euch gegenseitig darauf an, was ihr wahrnehmt und stellt euch gegenseitig Fragen zu eurem Denken und Fühlen. Dadurch könnt ihr aneinander und miteinander wachsen.

Herzmensch und Kopfmensch – ein wunderbares Paar
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