Mehr Spaß im Bett – 9 Tipps zum Auffrischen eures (Liebes-)Lebens

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Die Erkenntnis ist nicht neu und hat möglicherweise auch dich schon getroffen: Selbst in die harmonischste Partnerschaft kehrt irgendwann eine gewisse Routine ein. Im Alltag funktioniert ihr prächtig, euer Freundeskreis ist perfekt organisiert und auf Terminabsprachen mit deinem Freund kannst du dich zu 99 % erlassen.

Die einstige Spontanität und der Spaß im Bett haben dagegen deutlich nachgelassen. Wie du es schaffen kannst, dich wieder interessanter zu machen und eurer Beziehung neuen Schwung zu verleihen, erfährst du hier:

Sex als überbewertete Nebensache

Falls du jetzt glaubst, wir raten dir zu ausgefallenen (S)Experimenten oder ungewöhnlichen Sexpositionen, müssen wir dich enttäuschen. Zumindest vorerst – denn Beziehungsarbeit beginnt nicht im Bett, sondern am Küchentisch.

Er soll durchaus als Grundlage für erotische Fantasien dienen – aber auf ganz andere Weise, als du es dir vielleicht gerade vorstellst.

Die naheliegende Idee, eine erschlaffte Beziehung durch Sex aufzufrischen, ist nämlich gar nicht so gut, wie sie klingt. Umfragen zu Folge glaubt zwar jede zweite Frau, ihren Lebensgefährten durch erotische Spielchen neu faszinieren zu können – die gleichen Befragungen ergeben aber auch, dass Männer sich ganz andere Dinge wünschen.

Dass dich das überrascht, glauben wir gern. Schließlich gelten die Herren der Schöpfung als dauerbereite, chronisch „untersexte“ Wesen und spannende Schlafzimmer-Geschichten sind noch häufig der Gradmesser für eine glückliche Beziehung. Doch selbst Männer, die fremdgehen, tun das nur selten wegen des erotischen Kicks. Die meisten geben an, dass es der frische Wind war, der sie verleitet hat, das „Bett zu wechseln“.

Sie fühlt sich im Bett nicht wohl

Mehr Spaß im Bett: Groß in Kleinigkeiten

Was das für dich bedeutet, ahnst du sicherlich schon: Um deine Beziehung aufzufrischen, braucht es mehr als Strapse und verrückte Sexpositionen! Du bist angehalten, deinen Partner wieder für dich zu begeistern. Und das klappt außerhalb des Schlafzimmers deutlich besser als im Bett – ganz gleich, wie viel Spaß dir die neuen Accessoires aus dem Erotik-Shop versprechen.

1. Hör zu

Deine Ohren verraten dir viel über die Dinge, die deinen Freund bewegen, ärgern oder freuen. Hör zu, wenn er etwas erzählt! Auch scheinbar Nebensächliches oder Uninteressantes hat eine hohe Aussagekraft.

Darüber hinaus fühlt dein Partner sich in seinen Belangen ernst genommen und merkt, dass du dich für die Vorfälle in seinem Leben interessierst – auch (und vor allem), wenn sie dich nicht direkt betreffen.

Beschäftigst du dich in diesem Rahmen mit dem „Vier-Ohren-Modell“ des Kommunikations-Experten Friedemann Schulz von Thun wirst du schnell feststellen, dass Äußerungen, auf die du bisher mit Eifersucht und Unsicherheit reagiert hast, im Grunde genommen den Wunsch nach einem erfüllteren Sexleben und erhöhten Spaß im Bett ausdrücken.

2. Sieh hin

Fast noch wichtiger als zuzuhören ist hinzusehen, denn nonverbal ist niemals optional. Dein Liebster gibt durch Gesten, Mimik oder Körperhaltung überraschend viel von sich preis. Diese Äußerungen sind nicht immer gewollt und nicht immer passend – aber fast immer ehrlich und sehr aussagekräftig.

Sie können durchaus einen Gegensatz zu Gesagtem bilden und geben dir dadurch deutlich mehr Auskunft über das Befinden oder die Wünsche deines Partners als viele gesprochene Worte. Probiere dich im „Lesen“ seiner Blicke, Gesichtszüge und Bewegungen aus.

Nicht selten liefern sie dir Anhaltspunkte dafür, was deinem Liebsten beim Sex gefällt oder gefallen könnte. Leuchten seine Augen bei einem Gespräch über heiße Dessous oder BDSM-Praktiken auf, findet er den Gedanken daran wahrscheinlich erregend – auch, wenn er das niemals unumwunden zugeben würde.

Bist du frustriert über dein Sexleben? Vielleicht fragst du dich deswegen häufig:
"Wie mache ich jeden Mann so verrückt nach mir, dass er alles für mich tun würde und mich niemals verlässt?"

Eine wichtige und tiefe Frage! Die Antwort erfährst du jetzt hier:

Achtung: Wechselndes Angebot - nur kurze Zeit erhältlich.

3. Erinnere dich

Weißt du noch, woran ihr beide Spaß hattet, als ihr euch kennen gelernt habt? Was habt ihr unternommen, nachdem ihr zusammengekommen seid? Versuche dich an diese Erlebnisse zu erinnern und so viele Details wie möglich abzurufen.

Erscheint dir etwas davon wert, wiederholt zu werden, setze es um. Das kann mit oder ohne Verweis auf „früher“ geschehen und am selben, einem ähnlichen oder einem gänzlich anderen Ort bzw. unter den gleichen oder abgewandelten Bedingungen stattfinden.

Beispiele dafür sind euer erstes romantisches Picknick oder eure erste gemeinsam verbrachte Liebesnacht. Rekonstruiere, welche Speisen ihr damals mitgeführt habt oder welcher „Soundtrack“ seinerzeit lief und bemühe dich um entsprechende Authentizität.

Mach dir jedoch klar, dass es sich bei solchen Wiederholungen ähnlich verhält wie mit aufgewärmtem Essen: Nur Weniges ist beim nächsten Mal genauso gut wie vorher. Das Wiederbeleben vergangener Ereignisse kann den Zauber von einst auferstehen lassen; aber auch völlig „nach hinten“ losgehen.

Er hat sexuell viel Spaß mit seiner Partnerin

4. Finde Gemeinsamkeiten

Da scheint es doch besser, im Hier und Jetzt nach gemeinsamen Interessen zu suchen. Gibt es partout keine zu entdecken, spricht das nicht zwingend gegen die Qualität einer Partnerschaft – denn bekanntlich ziehen Gegensätze einander an.

Doch Gemeinsamkeiten wirken verbindend und lassen sich im Bedarfsfall auch schaffen. Finde eine Aktivität, die euch beiden Spaß macht; der aber auch jeder für sich nachgehen kann.

Die Bandbreite möglicher Beschäftigungen ist riesig. Sie reicht von regelmäßig besuchten Sport-, Tanz-, Koch- oder Malkursen über den zeitlich begrenzten Erwerb des Jagd-, Flug-, Angel- oder Segelscheins bis zu temporär ausgeübten Hobbys wie Sammeln, Stricken oder Fotografieren.

Wir sind sicher, dass feurige Salsa-Stunden nicht nur den Gemeinsinn ansprechen, sondern auch das Körpergefühl – und deinen Liebsten ganz von selbst zu Sex inspirieren. Auch der Umweg über einen Adrenalin-Kick beim Fallschirmspringen oder Bungee-Jumping kann dein Liebesleben unversehens „auf Trab“ bringen.

Vorsicht ist geboten, wenn es sich bei dem gemeinsamen Bezugspunkt um Haustiere handelt. Ein Welpe, Kitten oder Aquarium kann euch beiden viel Freude machen; aber auch schnell zum neuen „Brandherd“ in der Beziehung werden – zum Beispiel, weil sich eine/-r mehr oder weniger intensiv um die Tiere bemüht als der/die andere.

5. Schaffe Rituale

Sehr viel einfacher als ein gemeinsames Hobby sind gemeinsame Rituale – ganz gleich, wie schlicht und unaufgeregt ihr sie gestaltet. Auch hier könnt ihr aus einer Vielzahl von Möglichkeiten wählen, die mit oder ohne Geld durchführbar sind.

Als klassisches Beispiel nennen wir dir den allabendlichen Spaziergang, der euch eine Runde um den Block, quer durch den Kiez oder in den nahegelegenen Park führen kann.

Das neutrale Terrain von Straßen, Plätzen und Wegen bietet dir Gelegenheit, die Ereignisse des Tages Revue passieren zu lassen, Ärgernisse anzusprechen oder über das Schöne an eurer Partnerschaft zu reden.

Vielleicht geben dir einige Punkte auf der Strecke auch Anlass, deinen oder seinen geheimen Fantasien nachzugehen. Wann zum Beispiel hast du das letzte Mal knutschend in einem fremden Hausflur gestanden – jederzeit das Risiko im Nacken, von aufmerksamen Bewohnern gemaßregelt zu werden?

Zudem helfen Rituale, um Verhasstes oder Unliebsames zu harmonisieren bzw. zu neutralisieren. Zum Beispiel kannst du deinem Liebsten die Fahrt ins Shopping-Center mit einem anschließenden Kinobesuch versüßen – bei dem natürlich ER die freie Film-Wahl hat. Oder ihr belohnt euch für den samstäglichen Wohnungs-Großputz mit einem Getränk in eurem Lieblingscafé.

6. Bleib selbstständig

Ganz gleich, wie gut dein Lebensgefährte in deinen Freundeskreis integriert ist: Du hast das Recht, diese Personen weiterhin allein zu treffen. Ein Kneipenabend unter Mädels ist nun mal kein Paarlauf und schließt den Mann an deiner Seite schlichtweg aus.

Umgekehrt müssen dir deine Leute sagen dürfen, dass sie dich nicht dauernd im Doppelpack sehen wollen. Nicht nur Singles sind genervt, wenn du auf Schritt und Tritt begleitet wirst oder kaum noch zum Training kommst, weil der Liebste sonst allein zu Hause ist.

Dass du deinem Partner die Menschen vorstellst, die dir wichtig sind, versteht sich meist von selbst. Bestenfalls finden sie einen eigenständigen Draht zueinander und pflegen ihre Bekanntschaft unabhängig von dir. Natürlich mit der gebotenen Loyalität und Offenheit.

Auch ein Hobby, das dein aktueller Freund nicht teilt, solltest du weiter pflegen bzw. pflegen dürfen.

Nichts ist fataler, als sämtliche Kontakte einschlafen zu lassen und sich nur noch auf die Zweisamkeit zu konzentrieren. Dabei geht es nicht darum, sich „Hintertürchen“ offen zu halten oder einen „Notanker“ zu haben – sondern darum, selbstbestimmt und interessant zu bleiben.

Gerade, wenn du dich autark und selbstständig durchs Leben bewegst, hast du eine andere Aura, die auch dein Partner aufnehmen wird. Das macht dich automatisch sexy.

Ihr Partner erfüllt sie nicht im Schlafzimmer

7. Mach Urlaub

Ob du die auffordernde Aussage dieses Tipps um ein „t“ erweiterst und deinen Liebsten mitnimmst, überlassen wir dir. Feststeht, dass ein Ortswechsel manchmal Wunder bewirkt, weil er den festgefahrenen Alltag auflockert und Distanz zu Problemen schafft. Sie sind deswegen nicht aus der Welt; erscheinen aus der Ferne aber plötzlich in einem anderen Licht.

Wobei es übrigens kein großer Abstand sein muss, den du schaffst. Schon wenige Kilometer Reiseroute können reichen, um dich freier zu machen, Energie zu tanken und erholt zurückzukommen. Fährst du allein weg, verspürt der Daheimgebliebene vielleicht bald verstärkte Sehnsucht und stellt fest, wie wichtig du in seinem Leben bist.

8. Verwöhne deinen Liebsten

Eine fast ebenso wertvolle Auszeit bietet ein „Heute verwöhne ich dich„-Tag: Tu 24 Stunden lang alles, was deinen Partner glücklich macht. Noch besser wäre es, ihn dazu zu bringen, dass ihr euch gegenseitig verwöhnt oder er sich bei passender Gelegenheit revanchiert. In jedem Falle darf das Verhältnis von Geben und Nehmen ausgeglichen sein.

Was genau du deinem Liebsten gönnst, bleibt dir überlassen. Der Verwöhntag kann mit Frühstück im Bett beginnen und mit der kompletten Staffel seiner Lieblings-Serie enden – auch wenn (oder gerade weil) du Krümel zwischen den Decken oder Sex-&-Crime-Filme überhaupt nicht magst.

Für gemeinsames Verwöhnen bieten sich Massagen an, die ihr euch gegenseitig spendet oder in einem professionellen Studio empfangt. Eine Alternative dazu ist, das private Badezimmer zur Wellness-Oase umzufunktionieren und deinem Liebsten einen dekadenten Imbiss an die Wanne zu servieren.

Es wäre gelacht, wenn er sich davon nicht weit genug verführen lässt, um dich ins warme Wasser zu bitten und dort Sex zu haben. Das Bad ist jedenfalls nicht der schlechteste Ort für Spontan-Erotik. Doch denke daran, dass Verwöhntag ist und dein Partner ganz und gar passiv bleiben darf!

9. Sei spontan

Damit schließen unsere Tipps zum Eingangs-Thema auf. Denn wenn du deinem Liebsten durch all die wirkungsvollen Kleinigkeiten gezeigt hast, wie gut du ihm tust, bekommt er automatisch mehr Lust auf Intimität mit dir.

Nun darfst du dir Gedanken machen, wie du die Erotik zwischen euch gestaltest. Zur Hilfestellung werfen wir noch einmal einen Blick auf die Umfrage-Ergebnisse: Hier rangieren Quickies und Sex an ungewöhnlichen Orten weit vor raffinierter Wäsche und komplizierten Rollenspielen.

Sagenhafte 92 % aller Männer wünschen sich „Überraschungsangriffe“ seitens der Frau und möchten es gern einmal an verbotenen Plätzen treiben. Ein Fakt, der dich von aufwändigen Vorbereitungen entbindet und zahlreiche Optionen auffächert.

Sei es der eingangs erwähnte Küchentisch, eine schnelle Nummer im Lift oder der ebenfalls schon genannte Sex im Bad: Alles, was außerhalb der Norm liegt, taugt als Booster für eine glückliche Beziehung und pusht das Liebesleben. Achte jedoch darauf, ob dein Freund genauso viel Spaß daran hat wie du oder doch das bequeme Bett bevorzugt.

Des Weiteren muss sich deine Spontanität nicht auf Sex allein beschränken. Sie kann in zahlreichen Situationen zum Tragen kommen und zeigt sich sowohl in Form handgeschriebener Zettel oder selbst gepflückter Blumen als auch durch ein unerwartet festliches Mahl oder ein überraschendes Treffen nach Dienstschluss.

Das Paar hat viel Spaß im Bett

Fazit

Behalte bei allen Versuchen im Auge, dass du deinem Liebsten etwas Gutes tun möchtest und setze unsere Tipps nicht als Mittel zum Selbstzweck ein! Mehr Spaß im Bett lässt sich zwar forcieren, aber nicht erzwingen – schon gar nicht, wenn deine nett gemeinten „Angriffe“ den Mann an deiner Seite in Schwierigkeiten bringen oder du zu hohe Erwartungen daran knüpfst.

Mehr Spaß im Bett – 9 Tipps zum Auffrischen eures (Liebes-)Lebens
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