Das Geheimnis glücklicher Beziehungen

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Fragst du dich manchmal auch, was Beziehungen zusammenhält? Es gibt Menschen, die sich verlieben, heiraten und ein Leben lang zusammenbleiben. Andere Partnerschaften scheitern schon nach ein paar Monaten oder wenigen Jahren. Was sind die Geheimzutaten für das Glück zu zweit? Welche Beziehungen halten am längsten? In diesem Artikel verraten wir dir, wie erfolgreiche Liebesverhältnisse funktionieren.

Vermutlich hast du bei dem Wort „Liebe“ gewisse Assoziationen im Kopf. Vielleicht denkst du an Schmetterlinge im Bauch, Romantik, zärtliche Küsse im Sonnenuntergang und erfüllenden Sex…

Doch all das ist nur ein winzig kleiner Teil dessen, was Liebe ausmacht. Es kann ein Anfang sein. Aber das allein reicht nicht, damit du langfristig mit deinem Partner glücklich bist.

Liebe ist das, was nach dem Ende romantischer Hollywood-Komödien passiert. Meistens sehen wir verliebte Paare in Fernsehserien, Filmen und Büchern. Die Liebe wird selten gezeigt. Liebe setzt ein, wenn die Schmetterlinge Pause machen. Manche Paare schaffen den Übergang vom Verliebtsein zur Liebe, andere nicht.

Das ist häufig der Moment, an dem Paare ihre Beziehung beenden.

Vermutlich kennst du das aus eigener Erfahrung auch:

Plötzlich nerven dich all die kleinen Fehler an deinem Freund, über die du in der Phase der Verliebtheit hinweggesehen hast:

  • Du bist gut organisiert, aber dein neuer Partner merkt sich keinen Termin.
  • Routine ist dir verhasst. Du brauchst Abwechslung in deinem Alltag. Er ist dankbar, wenn er nach der Arbeit auf dem Sofa sitzen und Fußball gucken kann.
  • Du machst zig Dinge gleichzeitig. Er braucht eine gefühlte Ewigkeit für die simpelsten Handgriffe.

Wenn euch dann die Gemeinsamkeiten fehlen, ist die Gefahr groß, dass die Partnerschaft zerbricht. Körperliche Anziehung allein reicht nicht aus für eine stabile langfristige Beziehung.

Was Beziehungen zusammenhält: 9 Voraussetzungen

Aber wie schaffen es andere Paare, diese Hürde zu nehmen? Was ist wichtig in einer Beziehung? Schauen wir uns an, wie zufriedene und glückliche Partnerschaften funktionieren.

1. Ein ähnlicher Sinn für Humor

Ihr braucht einen ähnlichen Sinn für Humor. Bringt ihr euch gegenseitig zum Lachen? Wenn du mit dem Mann deiner Träume über die gleichen Dinge scherzen und Witze machen kannst, hast du das große Los gezogen. Die Fähigkeit, Schwierigkeiten mit einem Lachen zu begegnen, bringt Leichtigkeit in euer Leben. Je mehr Spaß ihr miteinander habt, desto glücklicher werdet ihr vermutlich miteinander sein.

2. Gleiche Energie

Das Energielevel zwischen dir und deinem Schatz sollte stimmen. Ideal ist es, wenn ihr beispielsweise beide eher ruhig und gemütlich seid. Oder beide richtige Energiebündel. Auch die Wellenlänge, die berühmte „Chemie“, zwischen euch sollte stimmen. Dann fühlt sich der Kontakt zwischen dir und deinem Liebsten leicht, natürlich und unbeschwert an.

Menschen, die ein anderes Energielevel haben als du, laugen dich vermutlich schon nach kurzer Zeit aus. Du empfindest das Zusammensein wahrscheinlich als enorm anstrengend.

Glückliche Partnerschaft durch gleiche Wellenlänge

3. Stressresistenz

Im Stress geraten viele Paare aneinander. Angenommen, du hast deinen Tag sorgfältig durchgeplant. Doch dann geht etwas schief. Neigst du in solchen Situationen dazu, deine Verärgerung an deinem Partner auszulassen?

Auslöser können Kleinigkeiten sein:

  • Ihr seid zu einer Geburtstagsparty eingeladen und habt das Geschenk zu Hause liegen lassen.
  • Die Schlange an der Kasse im Supermarkt kostet euch wertvolle Zeit.
  • Ihr seid zu spät von zu Hause aufgebrochen und steckt im Stau.

Es bringt nichts, sich über Dinge aufzuregen, die nicht zu ändern sind.

Besser: nach vorn schauen!

Statt euch gegenseitig Vorwürfe zu machen, versucht, lösungsorientiert zu denken:

  • Das Geschenk liegt zu Hause, wo bekommen wir einen Ersatz her?
  • Bittet die Kassiererin darum, eine zweite Kasse öffnen zu lassen.
  • Informiert die Personen, die auf euch warten, dass ihr euch wegen des Staus vermutlich verspätet – und genießt die gemeinsame Zeit.

Humor nimmt schwierigen Situationen die Schärfe und holt das Verbindende zwischen euch in den Vordergrund.

4. Gegenseitiger Respekt und Kommunikation

Ganz wichtig ist Respekt: Wenn du deinen Lebensgefährten achtest und schätzt, möchtest du seine Meinung wissen. Du fragst, was er denkt. Während er antwortet, hörst du ihm zu. Du nimmst seinen Input ernst. Er merkt, dass du ihn respektierst und seine Perspektive hören möchtest. Dadurch bleibt ihr ständig miteinander in Kontakt. Kommunikation in der Beziehung ist das A und O.

Ihr redet und tauscht euch aus. Über euren Berufsalltag, eure Freunde, Interessen und Hobbys, vielleicht auch über eure Haustiere oder eure Kinder.

5. Überschneidungen bei Interessen, Einstellungen und Sichtweisen

Ihr braucht Überschneidungen. Gegensätze mögen sich anziehen. Aber wie eingangs erwähnt: Sexuelle Anziehung allein reicht nicht aus, wenn du dein Leben mit einem bestimmten Mann verbringen möchtest. Der „Richtige“ ist jemand, der deine Interessen, Einstellungen und Sichtweisen teilt. Es ist ein Mensch mit ganz ähnlichen Vorlieben.

Das schweißt euch zusammen, sorgt für Gesprächsstoff und führt dazu, dass ihr bestimmte Dinge am liebsten zusammen macht.

Nicht bei jeder Freizeitaktivität muss eine hundertprozentige Übereinstimmung herrschen. Aber ohne Überschneidungen gehst du deinen Interessen nach und er seinen. Da bleibt kaum noch Raum für Begegnungen.

6. Körperliche Nähe

Umarmungen, Küsse, Zärtlichkeiten, Sex… all das sorgt dafür, dass dein Körper Oxytocin ausschüttet. Das Bindungshormon festigt deine Partnerschaft. Die meisten Paare wünschen sich zwar Liebe und Sexualität bis ins hohe Alter. Aber damit das gelingt, ist deine Kreativität gefragt. Denn nach einer Weile lässt das Verlangen aufeinander nach. Ist das in deiner aktuellen Partnerschaft der Fall? Dann wird es Zeit, die Beziehung aufzufrischen.

7. Ehrlichkeit

In langjährigen Beziehungen herrscht tiefes Vertrauen. Du weißt genau, wie dein Freund tickt. Das gibt dir Sicherheit. Je offener und ehrlicher du mit ihm umgehst, desto intensiver wird auch die Liebe.

Geheimnisse dagegen belasten Beziehungen. Wenn du etwas vor deinem Partner verheimlichst, steht eine unsichtbare Mauer zwischen euch. Seitensprünge, Affären oder verheimlichte Schulden sind eine echte Gefahr für eure Liebe.

8. Verständnis

Dein Liebster ist nicht perfekt. Er macht Fehler, hat negative Eigenschaften und schlechte Tage. Morgens ist er möglicherweise wortkarg. Nach einem anstrengenden Einsatz auf der Arbeit ist er vielleicht nicht mehr besonders gesprächig. Wenn du das akzeptierst, lebt es sich leichter. Umgekehrt hast du vermutlich auch gewisse „Macken“, mit denen er leben darf.

Nicht vergessen: Du kannst ihn nicht ändern. Es gehört zur Liebe, die Fehler des anderen als Teil des „Gesamtpakets“ zu akzeptieren.

Der Psychologe und Paartherapeut John Gottman fand zwei spannende Dinge heraus:

  • Beinahe 70 Prozent der Streitigkeiten bei Paaren drehen sich um grundsätzliche Differenzen. Diese Konflikte lassen sich Beziehungen nicht lösen. Erfolgreiche Paare streiten darüber nicht, sondern nehmen diese Unterschiede hin.
  • Folgen auf eine negative Interaktion nicht mindestes fünf positive, ist eine Trennung wahrscheinlich.

Für dich heißt das: Streit und Probleme sind Teil des Beziehungslebens. Achte darauf, dass nach einem Konflikt möglichst viele positive Momente zwischen dir und deinem Schatz folgen.

Das Paar vertraut sich

9. Richtig streiten

Hab keine Angst vor Streitereien in deiner Beziehung. Es geht nicht darum, Konflikten aus dem Weg zu gehen. Aber es spielt eine Rolle, wie du deinen Partner behandelst, wenn ihr diskutiert oder streitet.

Paare, die schlecht streiten, machen sich gegenseitig Vorwürfe und verletzen sich. Sie beißen sich an grundsätzlichen Differenzen fest und bleiben oft sogar Jahre oder Jahrzehnte in dieselben Konflikte verstrickt.

Gut streiten bedeutet, dass…

  • du dich bemühst, die Spannungen zwischen euch schnell abzubauen.
  • du deinem Partner zuhörst und hin nicht verbal niedermachst.
  • du auch in Konfliktsituationen deinen Humor nicht verlierst.

Fazit

Damit aus deinem Flirt eine richtige Beziehung wird, sollte die Anziehung zwischen euch stimmen. Ohne Erotik keine Beziehung. Aber auch die Chemie und das Energielevel sollten übereinstimmen. Bei Sichtweisen, Hobbys und Interessen sind Überschneidungen hilfreich. Ganz wichtig ist, dass ihr den Kontakt zueinander auch im Alltag nicht verliert. Je mehr ihr euch gegenseitig unterstützt und je respektvoller ihr miteinander umgeht, desto mehr Chancen hat eure Beziehung.

Das Geheimnis glücklicher Beziehungen
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