Die perfekte Beziehung – Männer denken da anders, Frauen auch

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Vielleicht hast du oft den Eindruck, dass Männer und Frauen eigentlich nicht gut zusammenpassen. Sie haben meist unterschiedliche Vorstellungen von einer perfekten Liebesbeziehung. Bereits in den Anfangsphasen vieler Beziehungen zeigt sich, dass ein Mann anders an das Thema heranzugehen scheint als eine Frau.

Wahrscheinlich hast du dich auch schon einmal darüber beklagt, dass ein potentieller Partner sich nach einem vielversprechenden Anfang eures Kontaktes einfach nicht entscheiden kann, eine echte Partnerschaft einzugehen?

Hinzukommt der Umstand, dass abgesehen von der geschlechtlichen Ausrichtung die Menschen aufgrund früherer Erfahrungen in ihrer eigenen Familie in ganz unterschiedlicher Weise geprägt sein können, wenn es um Liebesbeziehungen geht.

Wir finden, dass es sich zwar um ein sehr komplexes Thema handelt, möchten dir aber im Folgenden einige Antworten und Anregungen auf deine möglichen Fragen geben.

Was ist eine perfekte Partnerschaft?

Lass uns dafür kurz darauf eingehen, was dieses kleine vorgeschobene Wort wirklich bedeutet:

  • perfekt

Adjektiv, Bedeutung: Wenn etwas so gut ist, dass du nicht das Geringste daran auszusetzen hast.

Klingt vielleicht etwas utopisch, oder?

Wie vollkommene Partnerschaften aussehen sollen, hängt sehr von den jeweils kulturellen Gegebenheiten ab, die von Gesellschaftsform zu Gesellschaftsform variieren können.

Wenn es um eine perfekte Beziehung ging, stand früher der Gedanke der Familiengründung neben einer wirtschaftlichen Absicherung vielfach im Vordergrund. Heute scheinen diese Aspekte keine allzu große Rolle zu spielen.

Dieser Tage wirst du vermutlich eher Ideen von Liebe und persönlichem Glück in den Vordergrund stellen. Problematisch an diesem Ansatz kann sein, dass die Vorstellungen von glücklichen Lebensumständen individuell sehr verschieden ausfallen können.

Wahrscheinlich hast du auch schon die Erfahrung gemacht, dass Glück ein schwer greifbarer und kaum zu definierender Zustand ist. In der Regel wissen wir eher einzuschätzen, wann wir unglücklich sind. Daneben spielt auch die geschlechtliche Ausrichtung eine Rolle dabei, wenn definiert wird, wann eine Beziehung perfekt ist.

Vor diesem Hintergrund lohnt es sich für dich, dir auch einmal anzusehen, wie Männer Beziehungen und ihr persönliches Glücksgefühl in diesem Zusammenhang umschreiben würden.

Ein Mann denkt über Beziehungen anders als eine Frau

Aus der Sicht eines Mannes

Die Abkehr von der Idee einer nur auf Familie und Eheschließung abzielenden Verbindung zwischen zwei Menschen könnte gerade beim männlichen Geschlecht für viele Unsicherheiten gesorgt haben.

Aus Männersicht erscheinen Frauen heute viel unabhängiger und damit im nicht-materiellen Sinne auch anspruchsvoller. Vermeintlich für das Glück eines anderen verantwortlich zu sein, kann für ihn ein sehr unangenehmes, belastendes Gefühl sein. Gehe davon aus, dass er sich hier von Natur aus meist verantwortlich fühlt.

Da männliche Wesen sich meist außerdem schwertun, Gefühle und emotionale Vorstellungen auszudrücken, sind Missverständnissen zwischen den Geschlechtern Tür und Tor geöffnet. Auch, wenn sich er ebenso wie Frauen nach Nähe und Geborgenheit sehnt, scheint er gerade am Anfang von Beziehungen vor festen Vereinbarungen zurückzuschrecken.

Manchmal kann dieser Zustand sogar über Jahre hinweg anhalten, sodass die Frau den Eindruck hat, er könne sich einfach nicht entscheiden.

Viele Männer sehen ihr persönliches Glück außerdem primär in der Entfaltung persönlicher Interessen und in der beruflichen Verwirklichung. Sie sind sich dann unsicher, ob die potentielle Partnerin die Richtige ist, die ihnen entsprechende Freiheiten lässt, um ihr Leben zu leben.

Vermutlich ist auch deinem Liebsten der erotisch-sinnliche Austausch mit dir als Partnerin besonders wichtig. Dabei solltest du ihm aber nicht unterstellen, dass es ihm nur darum geht.

Was ist ihm wichtig?

Männer haben es tatsächlich heute angesichts manchmal zu vieler Möglichkeiten nicht leicht, zu entscheiden, was sie eigentlich wirklich wollen.

Deshalb kannst du hier kaum eine standardisierte Aussage erwarten, die alle Vertreter des männlichen Geschlechts zum Thema Partnerschaft teilen.

Zusammengefasst wirst du es aber auf diesen gemeinsamen Nenner bringen können:

Er möchte dich glücklich machen und selbst nicht unglücklich in der Partnerschaft sein. Außerdem lässt sich wahrscheinlich sagen, dass er ein gemeinsames Lachen und eine fröhliche Partnerin vorzieht, wenn er nach seinen Vorlieben gefragt wird.

Dein Liebster schätzt es vermutlich, wenn er auch einmal mit dir herumalbern kann. Und du nicht nur seine Liebespartnerin bist, sondern manchmal auch der beste Kumpel.

Um es auf den Punkt zu bringenMänner mögen es allgemeiner unkompliziert. Sie wollen nicht ständig kritisiert und gegängelt werden. Auch wenn es ein oftmals beschriebenes Klischee ist, dein Liebster wird in Freiheit am besten „gezähmt„. Eine humorvolle, entspannte Partnerin garantiert eher eine perfekte Liebesbeziehung als eine klammernde, überkritische Person.

Was ist die perfekte Beziehung für eine Frau

Wie Frauen es sehen

Was antwortest du, wenn du nach der perfekten Beziehung gefragt wirst? Wahrscheinlich wirst du von Vertrauen, Glücklichsein und Liebe sprechen. Auch Nähe und Verständnis spielen eine wichtige Rolle für dich, wenn es perfekt mit ihm sein soll.

In der Regel wird es dir leichter fallen als ihm, deine Gefühle auszudrücken, du möchtest gern über emotionale Themen mit ihm sprechen und ganz allgemein viel mit ihm kommunizieren. Viele Frauen streben außerdem relativ frühzeitig danach, den Kontakt zu einem Mann deutlich als Beziehung zu definieren.

Hier können sich erste Konfliktpunkte zwischen den Geschlechtern ergeben, wenn er diesen Zeitpunkt zeitlich hinausschiebt. Auch die Tatsache, dass du ihm gegenüber als Frau viel zugewandter agierst, kann die Unterschiede in der Herangehensweise zwischen euch massiv verdeutlichen.

Vielleicht hast du wie viele Frauen schon einmal den Eindruck gehabt, dass er sich am Anfang sehr zurückhält oder auch ein Hin und Her in der Intensität eines Kontakts entsteht?

Wenn sich solche Verhaltensweisen über längere Zeit fortsetzen, sind Probleme in einer sich anbahnenden Beziehung nicht selten. Wenn du dir noch Kinder wünschst, wirst du die Partnerschaft mehr unter in diesem Zusammenhang bewerten. Dann kann es sein, dass du eine perfekte Beziehung eher unter dem Aspekt einer zu gründenden Familie siehst.

Unterm Strich wirst du wahrscheinlich auch deine Vorstellung einer Liebesbeziehung auf Gefühle von persönlicher Erfüllung und Geborgenheit reduzieren können. An dieser Stelle seid ihr euch durchaus ähnlich.

Ein gemeinsames Leben bedeutet nicht das Streben nach Perfektion

Aus Zwei mach Eins

Wenn heute die persönliche Verwirklichung im Mittelpunkt zwischenmenschlicher Beziehungen steht, kann es sehr schwierig sein, diesen Glückszustand zu verwirklichen. Du darfst dir dabei bewusst machen, dass das ständige Streben nach dem eigenen Kick auch viel mit Egoismus zu tun haben kann.

Wenn zwei Menschen im Zusammenleben jeder für sich nach Glück und eigener Zufriedenheit streben, müssen viele Faktoren zusammenkommen, damit dieses Bestreben bei beiden stetig deckungsgleich ist. Diese Gefühle sind sehr subjektiv und schwer zu fassen.

Die Komplexität des Themas hat also am Ende eher wenig damit zu tun, dass Männer und Frauen unterschiedliche Vorstellungen von Beziehungen haben. Es hat vielmehr damit zu tun, dass hier zwei Individuen aufeinandertreffen. Beide haben intensive Ansprüche an das perfekte Leben und den anderen.

Das geht häufig mit großen Erwartungen an die andere Person einher. Diese Erwartungen kann der andere häufig nicht erfüllen. Wahrscheinlich hast du eine ähnliche Erfahrung schon gemacht.

Dabei besteht eine Tendenz, den anderen für das eigene Unglücklichsein verantwortlich zu machen. Die eigene Unzufriedenheit hat jedoch häufig viel mehr mit dir selbst zu tun als du selbst zugeben möchtest.

Wenn du mit einem anderen Menschen ein gemeinsames Leben aufbauen möchtest, darfst du selbst die Verantwortung für deine innere Erfüllung übernehmen, um nicht in eine Co-Abhängigkeit zu gelangen. Es wird deinen Mann sehr entlasten, wenn er feststellt, dass du ihn nicht für dein Glück verantwortlich machst. Gehe davon aus, dass dein Liebster dich glücklich sehen möchte.

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Ein gemeinsames Leben gestalten

Da es heute auch nur noch wenige Regeln für ein Zusammenleben gibt, dürft ihr beide euch selbst überlegen, wie ein gemeinsames Leben und die perfekte Liebe für euch aussehen können. Das setzt unter anderem voraus, dass ihr über diese Themen sprechen könnt. Glücksgefühle stellen sich nicht ein, weil ihr euch gegenseitig im Zustand der ersten Verliebtheit durch eine rosarote Brille als perfekt betrachtet.

Auch ein gemeinsamer Alltag will organisiert sein. Wenn es euch dabei gelingt, die anfängliche Faszination und Leichtigkeit dauerhaft in eure Liebesbeziehung zu integrieren, steigen die Chancen, dass ihr beide diese als nahezu perfekt anseht. Dabei geht es zwischen euch jeden Tag um Kompromisse.

Er kommt dir beispielsweise entgegen, wenn es um dein Bedürfnis nach Nähe oder intensivem Austausch geht. Du kommst ihm entgegen, wenn du seine Freiheitsbedürfnisse mit seinen besten Freunden auf dem Fußballplatz ebenso akzeptieren kannst. Ein perfekter Zustand wäre nicht dynamisch und entspricht nicht dem Alltag, den ihr miteinander habt.

Perfekte Beziehungen verändern sich, genauso wie sich das Leben jeden Tag ein bisschen verändert.

Wichtiger als das Streben nach der perfekten Liebesbeziehung ist es daher, gemeinsam auf äußere Umstände und sich verändernde Gegebenheiten zu reagieren und den Konsens zu suchen. Das mag sich zwar nicht sehr romantisch anhören, könnte euch beide aber jeden Tag etwas glücklicher machen.

Die Beziehung ist nicht perfekt, aber sie lieben sich

Zufrieden versus glücklich?

Wenn du dich gerade sehr verzweifelt fühlst, weil du meinst, dass deine und die Vorstellungen deines Liebsten zu eurem Zusammenleben zu sehr auseinanderdriften, hast du verschiedene Möglichkeiten:

Du kannst…

  • einerseits feststellen, dass ihr tatsächlich nicht zueinander passt, weil eure Ideen für ein gemeinsames Leben in Liebe und Respekt nicht kompatibel sind.
  • andererseits aber auch überlegen, ob deine Ansprüche an den Mann an deiner Seite und euer gemeinsames Leben vielleicht zu hoch sind.

Hast du dir schon einmal Gedanken darüber gemacht, ob langfristige Zufriedenheit nicht noch wichtiger ist als eine kurze Glücksphase?

Viele weise Menschen haben Glück als Intensität eines besonderen Augenblicks verstanden, während die Zufriedenheit auch über lange Zeit hinweg warme Gefühle erzeugt. Wenn du deshalb nicht jeden Tag erwartest, dass dein Partner rote Rosen für dich regnen lässt, bewegt ihr euch vielleicht schneller in Richtung gemeinsame Erfüllung als du zunächst annimmst.

Auch, wenn ihr eine Familie seid und Kinder da sind, ist die persönliche Zufriedenheit ein besonders wichtiger Aspekt, während ein extremes Hochgefühl sehr flüchtig sein kann. Außerdem darfst du dir stets bewusst sein, dass Selbstverwirklichung sowie Selbstoptimierung in den Wettbewerb mit deinem Liebesleben treten können.

Es stellt sich immer die Frage, ob es ein perfektes Leben, ein perfektes Selbst und eine perfekte Beziehung überhaupt gibt. Diese Gedanken sind ganz unabhängig davon, welche unterschiedlichen Vorstellungen Männer und Frauen von einer perfekten Beziehung haben.

Am Ende ist jeder von euch ein Individuum und nicht nur durch die geschlechtliche Ausrichtung geprägt.

Die perfekte Beziehung – Männer denken da anders, Frauen auch
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