5 Methoden um gelassener zu werden

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Bist du die ganze Zeit damit beschäftigt, dich zu fragen, was dein (Dating-)Partner von dir denkt? Möchtest du in Beziehungen und im Alltag immer alles perfekt machen? Mit diesen überhöhten Anforderungen setzt du dich wahrscheinlich selbst unter Druck. Damit machst du dir unnötigen Stress.

Denn Perfektion ist nicht etwa ein Garant für eine Liebesbeziehung, eine erfolgreiche Karriere oder Lebensglück. Es ist ein Hemmschuh. Was dir hilft aus der Perfektionismus-Falle zu entkommen? Gelassener zu werden. Wir zeigen dir, wie du das schaffen kannst.

Werde gelassener – ein konkretes Beispiel

Dein erstes Date mit deinem Traummann steht unmittelbar bevor. Nennen wir ihn einfach „Daniel„. Du hast seine Profilinformationen auswendig gelernt, vorab im Internet unzählige Dating-Ratgeber gelesen und dir Fragen überlegt, die du ihm stellen kannst. Beim Styling überlässt du nichts dem Zufall: neue Frisur, neues Outfit, neues Parfum. Du bist perfekt vorbereitet.

Trotzdem ist dir speiübel vor Nervosität. Dein Puls rast. Du möchtest am liebsten alles absagen. Dich verkriechen. Die ganze Sache vergessen. Was wenn Daniel dich abweist? Online versteht ihr euch super. Allerdings ist Chatten und Telefonieren auch viel einfacher, als sich Auge in Auge gegenüberzusitzen.

Was wenn er dich nicht sympathisch findet? Wenn du alles vermasselt? Wenn du kein vernünftiges Wort herausbringst? Je mehr du dir ausmalst, was alles schief gehen könnte, desto größer wird deine Angst vor dem Date…

Durchatmen, gelassener werden, sich auf die Verabredung freuen… Das alles ist ganz weit entfernt von dir.

Sie fühlt sich besser, wenn sie gelassen ist

Was du in dieser akuten Krisensituation tun kannst

Wenn du in solch eine Spirale gerätst, hilft häufig nur eins: ein Gedankenstopp. Stell dir ein rotes Stoppschild vor und unterbrich diese destruktiven Gedanken. Sonst bist du vor lauter Panik bald nicht mehr handlungsfähig. Du brauchst unbedingt wieder einen klaren Kopf. Erst dann kannst du die Situation gelassener – und realistischer – sehen.

1. Atemübung: Langsam ein- und ausatmen

Wenn du nervös bist oder Angst hast, atmest du schnell und hektisch. Konzentriere dich auf deinen Atem: Hole bewusst tief Luft und atme langsam und kontrolliert wieder aus. Wiederhole diese kleine Atemübung mehrmals hintereinander, bis sich deine Atmung normalisiert. Du wirst merken, dass sich dein gesamter Körper schon nach kurzer Zeit deutlich entspannt.

2. Problementschärfung: Alle Menschen sind vor Dates nervös

Zieh deiner Sorge, dass alles schief gehen könnte, den Boden weg: Du bist nicht der einzige Mensch, der vor dem ersten Date aufgeregt ist. Den Dating Partner im Real Life kennenzulernen, ist für die meisten eine spannende Erfahrung. Das geht nicht nur dir so. Kribbeln und ein wenig Nervosität sind ganz normal. Wenn andere diese Situation meistern, schaffst du das auch.

Versuch, dir bewusst zu machen, dass Verabredungen etwas Schönes sind. Es macht Spaß, einen spannenden Menschen persönlich kennenzulernen. Ob daraus tatsächlich eine Beziehung wird? Warte es einfach ab. Lass es auf dich zukommen. Du kannst nicht alles im Voraus durchdenken und durchplanen.

Angenommen, es wird tatsächlich ein Fiasko. Dann weißt du wenigstens, dass Daniel nicht der Richtige für dich ist und kannst weiterzusuchen.

3. Lebenserfahrung: Besinne dich auf vergangene Partnerschaften

Du hast vermutlich bereits eine oder mehrere Beziehungen hinter dir. Denke an vergangene Dates und wie du sie gemeistert hast. Du hast garantiert nicht alle Männer bei der ersten Begegnung in die Flucht geschlagen. Also tief durchatmen: Erinnere dich an die lustigen, spannenden und positiven Momente.

4. Eine andere Perspektive einnehmen

Wenn sich jemand anders in einer schwierigen Lage befindet, sind wir in der Regel schnell mit guten Tipps bei der Hand. Darum kann es helfen, wenn du die Perspektive wechselst. Das gilt nicht nur beim Dating, sondern immer, wenn du eine für dich heikle Situation bewältigen musst. Was würdest du deiner besten Freundin, die in deiner aktuellen Situation steckt, raten?

Vielleicht sowas wie:

  • Entspann dich, alles wird gut.
  • Sieh das Ganze doch mal von der Seite, dass…
  • Komm erstmal runter. Wenn du das etwas gelassener betrachtest, wie fühlt sich das an?

Dadurch löst du dich aus deinem Gedanken-Karussell.

5. Die Initiative ergreifen

Wenn du aktiv wirst, befreist du dich aus der Starre. Es kommt wieder Bewegung in festgefahrene Situationen und du erlebst dich wieder als handlungsfähig. Weil du nicht untätig in der Opferrolle verharrst.

Geh aktiv auf deinen Dating Partner zu. Schenke ihm ein strahlendes Lächeln und schau ihm in die Augen. Wenn Daniel dich nicht schon mögen oder wenigstes interessant finden würde, wärt ihr nicht bei einem Date.

Letztendlich hast du nichts zu verlieren: Entweder, es klickt zwischen euch. Dann ist das der Beginn einer hoffentlich langen und glücklichen Partnerschaft. Oder der Funke springt nicht über. Dann ist das in Ordnung. Nicht zu ändern. Gefühle lassen sich nicht erzwingen.

Viele Menschen sind zu sehr gestresst

Warum du gelassener werden solltest

Gelassene Menschen gehen insgesamt entspannter und mit mehr Freude durchs Leben.

Wenn du gelassen bist, …

  • kann dich nichts leicht erschüttern oder aus der Ruhe bringen. Das gilt nicht nur fürs Dating, sondern für schwierige Situationen und echte Krisen in jedem Lebensbereich.
  • bewahrst du innerlich die Ruhe.
  • hast du eine souveräne Ausstrahlung, die zeigt: Du bist selbstbewusst, stehst mit beiden Beinen im Leben und hast alles unter Kontrolle.
  • verlierst du in Extremsituationen nicht die Fassung.
  • gelingt es dir, mit Misserfolgen fertig zu werden, Schwierigkeiten zu meistern und Schicksalsschläge zu überwinden.

Nervosität, Aufregung, Panik, Ungeduld und Verärgerung sind das Gegenteil von Gelassenheit. Und Perfektionismus hat wenig mit Souveränität zu tun. Eher das Gegenteil ist der Fall. Wenn du penibel alles planst und hundertmal prüfst und kontrollierst, verrätst du meist zwei Dinge über dich:

  1. Du hast Angst vor Kritik.
  2. Spontanität, Flexibilität und schnelles Umdenken gehören nicht zu deinen Stärken.

Im Leben verläuft allerdings nicht immer alles nach Plan.

Vorteile von Gelassenheit

  1. Deine Lebensqualität wächst, wenn du dich nicht mehr wegen allem verrückt machst. Bestimmte Dinge kannst du nicht ändern. Letztendlich bleibt dir die Wahl, sie zu akzeptieren, wie sie sind. Dazu gehören schwere Krankheiten, Schicksalsschläge oder Unfälle. Mit den Konsequenzen umzugehen ist hart.
  1. Je gelassener du bleibst, desto durchdachtere Entscheidungen kannst du treffen. Dein Leben wird nicht leichter, wenn du dich zusätzlich emotional unter Druck setzt und dich innerlich fertig machst.
  1. Auf durchdachtere Entscheidungen folgen meist Handlungen. Wenn du gelassener bist, wirst eher versuchen, etwas zu verändern, wenn du unzufrieden bist. Beispielsweise brauchst du nicht in einer Wohnung leben, die dir nicht gefällt. Zieh aus und suche dir ein anderes Dach über dem Kopf.Du bist unzufrieden mit deinem Job? Es gibt höchstwahrscheinlich Alternativen auf dem Arbeitsmarkt. Falls nicht, bilde dich weiter und/oder orientiere dich beruflich um.
  1. Du hast Stress in deiner Beziehung? In dem Fall helfen klärende Gespräche, vielleicht eine Paartherapie. Möglicherweise ist eine Trennung unausweichlich. Als gelassener Mensch gelingt es dir besser, mit den Herausforderungen des Lebens fertig zu werden, ohne zu verbittern oder zu verzweifeln.

Yoga & Meditation können helfen

Was dich als gelassenen Menschen auszeichnet

Gelassenheit lässt dich selbstbewusst und überlegt wirken. Das macht dich für Männer und deine Mitmenschen allgemein zu einer attraktiven, starken Frau. Deine Selbstsicherheit wirkt ungemein anziehend auf andere. Auch im Berufsleben wirst du mit einer ruhenden Ausstrahlung ernster genommen als jemand, der permanent nervös, unsicher und emotional instabil wirkt.

  • Ausgeglichenheit: Du weißt, wer du bist und was du kannst. Du hast Vertrauen in deine Fähigkeiten und deine Problemlöse-Kompetenz. Diese innere Ruhe strahlst du aus.
  • Weniger Stress: Du regst dich nicht wegen Kleinigkeiten auf. Das vergeudet wertvolle Energie, die du lieber für positive Dinge einsetzt. Dadurch lebst du leichter, unbeschwerter und gesünder.
  • Selbstwertgefühl: Dir ist bewusst, dass du ein liebenswerter, guter, wertvoller Mensch bist. Diese Bestätigung brauchst du nicht als Feedback von außen.
  • Lebenserfahrung: Du hast bereits etliche knifflige Situationen und Krisen durchgestanden und mit Bravour gemeistert. Jede niederschmetternde Erfahrung hat dich stärker und reifer gemacht.
  • Selbstwirksamkeit: Dein Leben nimmst du selbst in der Hand. Du triffst bewusste Entscheidungen für dein Leben und du trägst die Verantwortung für das, was du tust.
  • Urvertrauen: Deine innere Haltung ist von der Überzeugung geprägt, dass am Ende alles gut ausgehen wird. Du hast eine positive Sicht auf deine Mitmenschen und die Welt.
  • Fehlertoleranz: Als Mensch mit Ecken und Kanten stehst du zu deinen Fehlern und Unzulänglichkeiten. Dir ist bewusst, dass du nicht perfekt bist. Und dass du das auch überhaupt nicht sein musst.

Wie sich dein Leben verbessert, wenn du gelassener bist:

Liest sich das nicht viel besser als der Stress, dem du dich vermutlich noch ausgeliefert fühlst? Wenn es dir gelingt, gelassener zu werden, hat das Einfluss auf sämtliche Lebensbereiche.

Du…

  • machst dir nicht länger ständig Sorgen oder fragst dich, wie du auf andere wirkst.
  • bleibst in Konfliktsituationen ruhig.
  • hörst anderen Menschen aktiv zu.
  • siehst Schwierigkeiten als Herausforderungen an und findest Lösungen.
  • fasst Kritik nicht als persönlichen Angriff auf, sondern denkst über den Inhalt des Gesagten nach und hinterfragst.
  • gehst mit Schicksalsschlägen um und verzweifelst nicht daran.
  • lebst deine Fähigkeiten und Talente aus, statt dich durch Ängste bremsen und blockieren zu lassen.
  • hast keine Angst vor Fehlern, denn du lernst daraus.
  • gehst mit Stress entspannter um als andere Menschen.

5 Tipps, wie du mehr innere Ruhe findest

Die Tatsache, dass du diesen Artikel bis zu dieser Stelle durchgehalten hast, zeigt: Du wünschst dir, mit mehr Gelassenheit, Zuversicht und Mut durchs Leben zu gehen. Und du bist bereit, Zeit dafür zu investieren. Eine gute Entscheidung!

Vermutlich fragst du dich jetzt, wie du es schaffen kannst, gelassener zu werden.

Der Schlüssel zu echter Gelassenheit ist deine innere Überzeugung. Auch wenn es wie ein Klischee klingt: Dein Denken bestimmt deine Realität. Erst wenn du aufrichtig eine positive Einstellung zum Leben einnimmst, dem Drang zur Perfektion widerstehst und dich für Veränderungen öffnest, kannst du aufrichtig gelassener sein.

Wir haben fünf Tipps für dich zusammengestellt, die dir dabei helfen können, dein Ziel zu erreichen:

Glücklich sein durch Gelassenheit

1. Baue dein Selbstvertrauen und dein Selbstwertgefühl auf

Alles, was dich stärkt, ist gut. Du brauchst Selbstvertrauen und ein stabiles Selbstwertgefühl. Wenn du dich als einen wertvollen Menschen empfindest und mit dir zufrieden bist, verschwindet deine Angst vor Ablehnung. Das gilt für das Dating ebenso wie für sonstige soziale und berufliche Kontakte.

Gelingt es dir, Selbstvertrauen aufzubauen, tust du Dinge nicht länger, um anderen zu gefallen. Du tust sie für dich selbst.

Als selbstbewusster Mensch weißt du: Du darfst Fehler machen und scheitern. Davon geht die Welt nicht unter. Und es schmälert deinen Wert als Person nicht. Wenn du dir diese beiden Dinge innerlich bewusst machst, verschwindet wahrscheinlich auch deine Versagensangst.

Jeder gerät irgendwann einmal in eine peinliche Situation, blamiert sich oder muss für eine unterdurchschnittliche Leistung Kritik einstecken. Gesteh dir selbst zu, wie jeder andere auch mal daneben zu liegen. Hauptsache, du rappelst dich nach einem Rückschlag wieder auf und gewinnst den Boden unter deinen Füßen zurück.

Selbstvertrauen stärken

Hast du Vertrauen in dich und deine Fähigkeiten? Das ist die Grundvoraussetzung für ein stabiles Selbstbewusstsein.

Falls in diesem Punkt noch Luft nach oben ist, stell dir diese drei Fragen:

  • Wer bin ich?
  • Was kann ich?
  • Was bin ich wert?

Es geht darum, dass du dir zum einen darüber bewusst wirst, was du kannst und zum anderen darum, dass du deine Fähigkeiten positiv bewertest.

Ein paar Beispiele:

Wenn du in dieser Form über dich denkst, wirkst du sofort anziehend für andere Menschen:

Ich spreche drei Fremdsprachen auf muttersprachlichem Niveau und spiele Violine. Auf diese Fähigkeiten bin ich stolz.

Ich bin eine gute Zuhörerin, kommuniziere gern und ich habe ein ansteckendes Lachen. Ich denke, dass mich das sympathisch macht.

Das Gegenteil einer selbstbewussten Einstellung wäre:

Ich spreche zwar drei Fremdsprachen und spiele Violine, aber andere sind darin viel besser als ich.

Ich höre zwar gut zu, rede und lache gern. Aber was ist das schon. Das macht ja jeder.

Merkst du, wie dich diese Sätze schon beim Lesen herunterziehen? Dabei sind die genannten Fähigkeiten identisch. Ihre Bewertung macht den Unterschied. Vermeide negativ über dich zu denken. Suche bewusst positive Formulierungen. Konzentriere dich auf das Gute.

Selbstwertgefühl entwickeln

Ob du dich als wertvoller Mensch empfindest, hängt in hohem Maße von deiner kindlichen Prägung ab. Haben deine Eltern (oder andere Bezugspersonen) dir in deiner frühen Kindheit das Gefühl gegeben, bedingungslos geliebt und anerkannt zu werden? Fühltest du dich sicher und geborgen?

Dann hast du vermutlich das sogenannte Urvertrauen ausgebildet.

Es ist das Wertvollste, was Eltern ihren Kindern mitgeben können. Denn es sorgt für eine innere Stärke, die sie alle Hürden überwinden lässt.

Urvertrauen bedeutet, dass du…

  • an dich und Fähigkeiten glaubst.
  • ein stabiles Selbstwertgefühl besitzt.
  • liebesfähig bist.
  • freundschaftliche Beziehungen und Liebesbeziehungen aufbauen kannst.
  • dem Leben und anderen Menschen positiv gegenüberstehst.

Vielen Menschen fehlt eben dieses Grundvertrauen. Möglicherweise gehörst du ebenfalls dazu. Bist du in sozialen Situationen oft unsicher und schüchtern? Zweifelst du beruflich an dir oder hast du Mühe, dich vor anderen zu öffnen?

Damit bist du nicht allein. Keine Sorge: Daran kannst du arbeiten! Um trotzdem Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl aufzubauen, solltest du dich als Erstes in dich gehen und dich besser kennenlernen.

Selbstvertrauen entsteht aus einer Kombination aus Selbstwahrnehmung und Selbstakzeptanz.

Ist dein Selbstbild bisher eher negativ? Wenn du lernst, deine Talente und Fähigkeiten, aber auch deine Fehler zu akzeptieren, kannst du dieses verzerrte Selbstbild korrigieren und echtes Selbstbewusstsein aufbauen. Das ist nicht einfach. Dafür gilt es, deine eingefahrenen Denkmuster aufzubrechen.

2. Bemüh dich um eine optimistische Lebenseinstellung

Pessimisten gehen überwiegend vom Schlechtesten aus. Malst du dir in nahezu jeder Lebenslage die schlimmste mögliche Entwicklung in allen Einzelheiten aus, um innerlich darauf vorbereitet zu sein? Das ist keine gute Idee. Vielleicht denkst du, dass dich das zu einer bodenständigen Realistin macht. Mag sein.

Aber eine negative Grundhaltung gegenüber dem Leben führt vor allem dazu, dass du die Zukunft mit Argwohn, Sorge und Angst betrachtest. Das lähmt und blockiert dich.

Er ist gelassen & entspannt

Wie du zu einer positiveren Einstellung finden kannst

Entscheide dich bewusst dafür, pessimistische Gedanken nicht weiter zu verfolgen. Konzentriere dich stattdessen bewusst auf das Positive. Letztendlich geht es immer irgendwie weiter.

Was wenn wirklich irgendeine Katastrophe passiert? Wenn alles schief geht und der Worst Case eintritt? Dann gehst du damit um, wenn es soweit ist. Mach dich nicht schon vorher verrückt, sondern lass das Leben auf dich zukommen.

Ruf dir alle Schwierigkeiten und Probleme in Erinnerung, die du bereits mit Erfolg bewältigt hast. Das hast du geschafft. Genauso kannst du alles meistern, was die Zukunft für dich bereithalten mag.

  • Sei neugierig auf und offen.
  • Treibe Sport und ernähre dich gesund. Mit einem gewissen Fitness-Level bist du den täglichen Herausforderungen besser gewachsen.
  • Umgib dich mit Menschen, die dir Energie und positives Feedback geben.
  • Meide Personen, die dich kritisieren und dir deine Kraft wegnehmen. Jemand, der zu dir sagt: „Das schaffst du sowieso nicht!“ oder „Das klappt nicht!“ verrät dir eher seine Grenzen und zeigt dir nicht etwa deine.

3. Arbeite an deiner Resilienz und mach dir deine Selbstwirksamkeit bewusst

Die Fähigkeit, mit Krisen fertig zu werden, nennt sich „Resilienz„. Misserfolge sind keine Schande. Hauptsache, du richtest dich nach erlittenen Niederlagen wieder auf.

Wenn du schwierige Situationen und Herausforderungen aus eigener Kraft bewältigen kannst, erlebst du dich als selbstwirksam. Du gestaltest dein Leben aktiv. Du bist den Geschehnissen nicht hilflos ausgeliefert. Selbst in lebenserschütternden Krisen triffst du bewusste Entscheidungen und übernimmst die Verantwortung für dein Leben.

Führe dir vor Augen, dass du dein Leben selbst gestalten kannst. Wie und wo du lebst, was du beruflich und privat machst und welche Art von Beziehung du führst, basiert auf deiner persönlichen Entscheidung. Niemand zwingt dich dazu. Was dir nicht gefällt, kannst du verändern. Wenn du das erkennst, erlebst du dich als selbstwirksam.

4. Verabschiede dich vom Perfektionismus

Bist du eine echte Perfektionistin, die keine halben Sachen macht? Erledigst du anfallende Aufgaben am liebsten gleich selbst, weil sie nur dann gut erledigt sind?

Dann verlangst du vermutlich auch von deinem Liebsten, dass er immer und überall 100 % gibt. Er hat es nicht leicht, in deinen Augen zu bestehen. Selbst wenn er sich noch so sehr anstrengt. Möglicherweise muss bei dir alles strukturiert, ordentlich und bis aufs i-Tüpfelchen organisiert sein: von der Wohnungseinrichtung über den Hausputz bis zur Urlaubsplanung.

Und wenn es dann die Dekoration nicht gibt, die perfekt zu deinen Wohnzimmermöbeln passt? Wenn dein Freund ein hoffnungslos unordentlicher Mensch ist? Oder auf Reisen alles schief geht?

Dann sind Sinn für Humor und Flexibilität gefragt. Das Leben ist weder planbar noch kontrollierbar. Versuch unbedingt, in diesem Punkt gelassener zu werden. Zum einen macht dich das in den Augen deiner Mitmenschen viel sympathischer und umgänglicher. Zum anderen setzt du dich selbst weniger unter Druck.

Gründe für Perfektionismus

Den meisten Perfektionisten fehlt es häufig in Wirklichkeit an Selbstbewusstsein. Möglicherweise lebst du in ständiger Angst, im Beruf oder in Beziehungen zu versagen. Oder du möchtest in den Augen besonders kritischer Mitmenschen bestehen. Warum eigentlich? Durch diese überhöhten Anforderungen machst du dir selbst das Leben schwer.

Ärgerst du dich nicht manchmal auch über Menschen, die kaum Zeit in ein Projekt wie die Urlaubsplanung stecken und ein genauso gutes Ergebnis erzielen wie du? Und das, obwohl sie nicht einmal den Bruchteil deiner Energie investiert haben!

Ihnen reicht es vielleicht, für den bevorstehenden Jahresurlaub den Flug und das Zimmer zu buchen. Alles Weitere klären sie entspannt vor Ort.

Oft erreichst du schon mit 20 % Einsatz 80 % deines gewünschten Ergebnisses. Warum also 110 % geben, wenn es doch überhaupt nicht notwendig ist? Damit verschwendest du mitunter wertvolle Zeit! Das gilt für dein berufliches Leben genauso wie für dein privates. Diese 80/20-Regel wird „Pareto Prinzip“ genannt, und es zieht sich durch alle Lebensbereiche.

Konfliktsituationen mit Ruhe begegnen

Beziehungsprobleme von Perfektionisten

  • Überhöhte Ansprüche:

Deine Ansprüche an dich selbst und an andere Menschen sind häufig übertrieben hoch. Damit machst du es deinem Partner beinahe unmöglich, in deinen Augen zu bestehen. Doch in Beziehungen dürft ihr eine gemeinsame Linie finden und als Team zusammenwachsen.

Es ist nicht Sinn der Sache, dass eine Person vorgibt, wie die Dinge zu laufen haben.

  • Mangelnde Spontanität:

Veränderungen sind für dich wahrscheinlich schwer zu akzeptieren. Passiert etwas Ungeplantes, reißt dich das vollkommen aus deinem Konzept.Beispiel: Du hast für dich und deinen Mann einen romantischen Videoabend geplant. Ausgerechnet an dem Abend stehen plötzlich seine Eltern vor der Tür. Euren Urlaub wolltet ihr eigentlich am Strand verbringen, und jetzt regnet es ununterbrochen.

Das sind Kleinigkeiten. Aber dein Perfektionismus macht es dir möglicherweise schwer, damit locker umzugehen und deine Pläne kurzfristig zu ändern und an die neue Situation anzupassen.

  • Fehlende Fähigkeit, Fehler zu verzeihen:

Bist du nachtragend? Viele Perfektionisten machen ihrem Partner nach einem Streit noch lange Vorwürfe. Eventuell fällt es dir schwer, Fehler zu verzeihen. Womöglich möchtest du es ihm mit gleicher Münze heimzahlen. Das planst du schlimmstenfalls perfektionistisch bis ins Detail.

Möchtest du wirklich solch eine Beziehung führen?

  • Bestehen auf eine „passenden“ Gegenleistung:

Du hilfst vermutlich gern. Aber wenn du etwas gibst, erwartest du dann im Gegenzug ein gleichwertiges Geschenk zurück? Auch hier hilft es, wenn du gelassener wirst: Freu dich, wenn auf eine nette Geste hin etwas von anderen Menschen zurückkommt.

Doch bitte schraube deine Erwartungen herunter. Nicht alle Menschen legen deine hohen Maßstäbe an.

  • Ratschläge erteilen:

Mit guten Tipps bist du meist schnell bei der Hand und es kränkt dich, wenn dein Liebster deine gut gemeinten Ratschläge zwar anhört, aber nicht umsetzt? Vielleicht möchte er nur deine Meinung in Erfahrung bringen, um sich über etwas klar zu werden.

Das heißt nicht, dass er dich nicht wertschätzt. (Sonst hätte er dich gar nicht erst gefragt!)

Wenn man loslässt, befreit man sich

5. Lerne loszulassen

Das ist vielleicht für dich die größte Herausforderung auf dem Weg, gelassener zu werden. Doch werde dir bitte einer Sache bewusst: Du kannst im Leben nichts für immer festhalten.

Angenommen, du lebst in einer Beziehung und fürchtest ständig, nicht gut genug für deinen Partner zu sein. (Stichwort: Negatives Selbstbild). Dann bist du schlimmstenfalls dauernd in Sorge, dass er sich nach jemand anderem umschaut.

Du siehst eventuell, dass er nicht blind für die Schönheit anderer Frauen ist: Hier ein anerkennender Kommentar, da ein bewundernder Blick. Schon ist deine Eifersucht geweckt. Aus Angst, dass er fremdgehen könnte, fängst du möglicherweise an, ihm Vorwürfe zu machen oder ihn auf Schritt und Tritt zu kontrollieren.

Durch diese unbegründete(!) Verlustangst erstickst du eure Liebe, denn statt Vertrauen beherrscht Misstrauen euer Miteinander. Wenn du deine Eifersucht bekämpfen möchtest, gibt es dazu vor allem eine Lösung: Verbessere dein Selbstbewusstsein und dein Selbstwertgefühl. Du merkst, letztendlich ist das die eigentliche Wurzel.

Bitte bedenke: Es mag vielleicht viele attraktive Frauen auf der Welt geben. Aber dein Freund hat dich ausgewählt. Dir hat er vor allen anderen den Vorzug gegeben. Warum? Weil er sich in dich als Person verliebt hat. Darauf kannst du mit Recht stolz sein.

Wenn er anderen Frauen nachschaut, bleib gelassen. Das muss nicht zwangsläufig etwas bedeuten.

Genieß lieber das, was ihr miteinander habt. Jeder Augenblick ist einmalig und unwiederbringlich. Es wäre doch schade, wertvolle Lebenszeit mit Eifersuchtsszenarien zu verschwenden, für die es keine Grundlage gibt oder?

Gelassener werden und das Leben genießen

Vielleicht kennst du das berühmte Zitat aus John Lennons Song „Beautiful Boy (Darling Boy)“:

Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.

Dieser Ausspruch trifft den Nagel auf den Kopf. Mach ruhig Pläne, aber bleib offen für das Unvorhergesehene. Darauf hast du keinen Einfluss. Darauf hast du keinen Einfluss. Werde gelassener, ruhe in dir – dann bist du für die Herausforderungen der Zukunft Bestens gerüstet.

5 Methoden um gelassener zu werden
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